Professioneller Umgang mit Ekel

Professioneller Umgang mit Ekel

Der Begriff „Ekel“ lässt sich vielfach umschreiben: Ekel ist ein Gefühl, das Anspannung und Stress auslöst. Ekelerregende Situationen können in der Frühpädagogik nie vollständig vermieden werden, doch ist Ekel gerade in diesem Bereich noch immer ein Tabuthema. Dabei ist Ekel eine Schutzfunktion des Körpers und verdient Beachtung. Er funktioniert
über den menschlichen Instinkt und kann in bestimmten Situationen sogar lebensrettend sein. Ekelgefühle und die damit verbundenen körperlichen Reaktionen kann man weder kontrollieren noch unterdrücken. Ekel entsteht über die eigene Wahrnehmung und ist ein völlig normales, natürliches Gefühl, das mit dem Wunsch nach Distanz, dem Bedürfnis zu flüchten sowie einem unkontrollierbaren Brech- und Würgereiz verbunden ist. Dem olfaktorischen Sinn kann man im Zusammenhang mit Ekelgefühlen nicht entfliehen. Nicht nur das Wickeln, auch ein volles Töpfchen oder übel riechender Toilettenraum kann Ekel auslösen, ebenso klebrige Oberflächen oder verschmutzte Kleidung. Für den Versuch, Ekel dauerhaft zu unterdrücken, zahlt man mitunter einen hohen Preis, doch es können demgegenüber präventive Maßnahmen getroffen werden. Durch einen offenen Umgang im Team ist es möglich, nach gemeinsamen Lösungen zu suchen und dieses Tabuthema miteinander zu brechen – im Sinne aller Beteiligten.

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