Die dialogische Haltung im pädagogischen Alltag

Die dialogische Haltung im pädagogischen Alltag

2021 - 2

Wer als Erzieherin arbeitet, kommuniziert fast ununterbrochen mit anderen Menschen und ist mit deren Wünschen, Forderungen und Problemen konfrontiert. Egal, ob es sich um Gespräche mit Teamkolleginnen, Eltern oder Kindern handelt – der pädagogische Alltag ist dadurch gekennzeichnet, einander zuzuhören und miteinander zu sprechen. Umso wichtiger ist es, sich die Frage zu stellen: Mit welcher Haltung kommuniziere ich mit meinem Gegenüber? Kann ich meinem Gegenüber zuhören und möchte ich verstehen, was mein Gegenüber mir mitteilt? Bin ich offen für die Ansichten anderer? Habe ich Respekt vor meinem Gegenüber? Das Wissen über Selbstverständnis und Menschenbild sowie Kernaussagen und Schlüsselkompetenzen der dialogischen Haltung sind notwendige Werkzeuge für einen wertschätzenden Umgang im pädagogischen Alltag: Sie öffnen die Beziehung zwischen Fachkräften und Klienten und helfen, respektvoll miteinander umzugehen oder sich den Sichtweisen eines Elternteils anzuvertrauen. Ein ständiges Reflektieren seiner selbst ist Grundvoraussetzung und erfordert die Bereitschaft zur Biografiearbeit. Ein Thema, mit dem sich bereits der Physiker David Bohm und der Dialogbegleiter Johannes Schopp auseinandersetzten. Die Kernaussagen zur dialogischen Haltung und zu Schlüsselkompetenzen für einen Dialog auf Augenhöhe greift der folgende Beitrag auf.

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